08. 01.2010

Schrecklicher kann ein Jahr nicht beginnen: Am diesem schwarzen Freitag hat unsere geliebte LIS ihren tapferen Kampf gegen den Krebs und die Spätfolgen der Verletzungen durch einen Pferdeschänder verloren.

Uns fehlen die Worte - LIS du wirst immer der Anfang von Allem hier sein - dein feiner Geist, deine sanfte Ausstrahlung wird  immer in unserem Herzen, auf den Weiden und im Stall anwesend sein.

Sommer 2009

Felicitas, genannt Feli "Gültschan" (das Plappermäulchen), wurde jäh aus ihrem fleissigen Mäusejagdalltag gerissen. Hätte der Autofahrer, der sie überfahren hat, uns benachrichtigt, wäre sie vielleicht noch zu retten gewesen. Wir vermissen sie sehr.

28.12.2008

Georg, unser lieber alter sturer Riese ist heute völlig unerwartet aus einem erfüllten und kerngesunden Leben über die Regenbogenbrücke gegangen.

Am Morgen noch haben wir die Pferde verladen und sind zu einem Tagesritt aufgebrochen. Ein herrlicher Wintertag - sonnig, strahlend - Georg in Top-Form - wie kann ein Jahr schöner zu Ende gehen?

Nach diesem tollen Ausflug durften die Tiere noch auf die Winterkoppel und wir haben den Stall für die Nacht vorbereitet. Aufgestallt wird bei uns im Offenstall eigentlich nur wenn was besonderes ist und ein paar Tage vor Silvester. Wir haben etliche Leute drumrum, die in der Silvesternacht schon heftig mitmachen und da sind uns die Tiere in den Ställen immer sicherer.

Für Georg war Aufstallen aber immer sowas wie "Strafe" oder nur akzeptabel, wenn´s ihm mal wirklich schlecht ging und er seine Ruhe wollte.

An diesem unseligen 28. Dezember also kam Georg als erster in seine Box und gerade sollte noch seine geliebte Stute in die Box folgen, als auf der Straße unten ein paar Jugendliche eine Kanonade von Knallfröschen hochgehen lies. Unsere Stute riß sich los und stürmte hinunter auf die Koppel - Georg bekam Panik: wo war seine Lis? Die Raudis auf der Strasse fanden das erst lustig und johlten noch. Ich konnte die völlig verängstigte Lis nicht mehr rechtzeitig zum Stall hochbringen - und da brach es mit Georg durch: er stieg und versuchte aus dem Stand über die Boxentür zu springen um seiner Lis beizustehen.  Seine alten Knochen haben nicht mehr mitgemacht und  von der Koppel aus sah ich, wie ihm die Hinterhand wegbrach und er sich rücklings überschlug.

Plötzlich war von den Raudis nichts mehr zu sehen - keiner war mehr da - auch niemand zum helfen. Mit Müh und Not konnte ich die Stute noch in Ihre Box bringen und bin dann sofort zu Georg rein. Da lag er - mit weit aufgerissenen Augen - der liebe gute Riese bebte und zitterte am ganzen Leib. Nach viel gutem Zureden 
stand er noch von selber auf, aber sein Oberschenkel war gebrochen und als der TA eintraf, musste er mir jede Hoffnung nehmen.

An diesem Abend stand ich stundenlang nur im Jogginganzug am Stall - die -10°C hab ich nicht gespürt. Er hat mich lange und ganz tief angeschaut, bevor der Glanz aus seinen Augen gewichen ist und er einfach friedlich auf die 5 Spritzen eingeschlafen ist.

GEORG - sein Bild steht jetzt auf dem Bord überm Schreibtisch: er steht da, friedlich grasend in der Abendsonne auf seiner Lieblingsweide.

Wir schreiben das hier, für jedermann zu lesen, als Appel an die Vernunft der Menschen: Knallfrösche, rücksichtslos knatternde Motorroller et... können innerhalb von Sekunden unwiederrufbaren Schaden anrichten!

Pferde sind FLUCHTTIERE - PANIK kann tödlich enden!